FC Isny – TSV Meckenbeuren 3:2 (2:0)

Sonntag, 02.12.2018, 14:00 Uhr, Kunstrasenplatz Isny

Der FC Isny kann doch noch Siegen

Der FC Isny empfing die Gäste aus Meckenbeuren an einem verregneten Sonntagmittag zum letzten Heimspiel des Jahres. Fulminant startete die Isnyer Mannschaft in die Partie und ging bereits in der vierten Minute durch einen schöne herausgespielten Treffer von Robert Magos mit 1:0 in Führung, nachdem Maximilian Petzel zunächst von Egzon Kabashi im 16er angespielt wurde und auf den heranpirschenden Robert Magos ablegte. Die Ablage nutzte Magos eiskalt und versenkte das Leder aus 16 Meter mit einem strammen Schuss im rechten unteren Eck – keine Abwehrchance für den gegnerischen Torspieler.

Die Isnyer waren durch die frühe Führung sichtlich erleichtert und dominierten fortan das Spiel durch einen ruhigen Spielaufbau aus der eigenen Hälfte heraus. Die schnellen Außenspieler des Gegners hatte man zu diesem Zeitpunkt gut im Griff und so versprühte man selbst im Spiel nach vorne ein ums andere Mal Gefahr vor dem gegenerischen Gehäuse. Matthias Gorgol der sich nach starken Leistungen in der zweiten Mannschaft für die Startelf empfohl, hatte die zwischenzeitliche 2:0 Führung auf dem Fuß als er stark nachsetzte und über den linken Flügel eine Unachtsamkeit der Meckenbeurener Verteidigung beinahe bestrafte – doch sein Schuss ging knapp am rechten Pfosten vorbei. Wenig später setzte sich Gorgol erneut über außen durch, dribbelte in den 16er aber versäumte das richtigen Timing für den Abschluss. 

Zwischenzeitlich kam es in der 35. Minute zu einer unschönen Szene als Egzon Kabashi auf Höhe der Mittellinie rüde gefoult wurde und der gegnerische Spieler folgerichtig die Rote Karte sah. Anschließend zog die Isnyer Mannschaft das Spiel vermehrt in die Breite und nutzte die Überzahl aus. Quasi mit dem Halbzeitpfiff erzielte Maximilian Petzel das 2:0, nachdem er den gegnerischen Torspieler anlief und diesen derart unter Druck setzte, dass dessen Klärungsversuch der Isnyer Stürmer abblocken konnte und der Ball seinen Weg ins Tor fand.  

Nach dem Seitenwechsel sah man dann viel zu hektisch agierende Isnyer, die verzweifelt versuchten dem Spiel etwas Ruhe zu verleihen. In der 56. Minute kam es dann zu einem Schockmoment für die Isnyer Mannschaft, als der Schiedsrichter nach Foulspiel durch Nils Bühler auf den Punkt zeigte. Völlig aufgelöst und von Unverständnis geprägt teilte Nils Bühler, in seiner gewohnt ruhigen Ausdrucksweise, dem Schiedsrichter mit, dass es nicht zwingend hätte Elfmeter geben müssen. 

Der Gast aus Meckenbeuren nutzte die Einladung der Isnyer und erzielte den Anschlusstreffer. Quasi mit der ersten Balleroberung nach dem Anspiel kam ein langer Ball der Meckenbeurer Richtung Isnyer Hintermannschaft, bei dem Björn Ludwig Schwierigkeiten hatte den Ball entsprechend zu klären und der gegnerische Patrick Müller ihm mit Ball enteilte. Leider kam es durch diese Aktion postwendend zum Ausgleich für Meckenbeuren, als Müller auf Bochno ablegte und dieser vollstreckte. Die engagierte Leistung aus der ersten Hälfte sowie die zwei Tore-Führung waren damit egalisiert.

Nun war es ein Spiel auf Augenhöhe mit Chancen auf beiden Seiten. Immer wieder konterten die Gäste gefährlich über außen, wohingegen der Isnyer Trainer Simon Stiller auf volle Offensive setzte und auf eine Dreierkette umstellte. Ein gefährlicher Freistoß aus 20 Metern von Magos wurde vom Torhüter des Gegners stark zur Ecke pariert. Immer wieder setzte man den Gegner mit Standardsituation und Flanken von Kabahsi über die rechte Seite unter Druck. In der 91. Minute fiel tatsächlich das spielentscheidende 3:2 als Kabashi mit einer schwungvollen Flanke von rechts den heranrauschenden Said Tarhan als dankbaren Abnehmer fand – sein Kopfball war für den gegnerischen Torhüter nicht mehr zu parieren. Die Freud auf Seiten der Isnyer kannte kein Halten mehr und der erste Heimsieg war perfekt 

Besondere Vorkommnisse: Rote Karte Alessandro Tschirdewahn (35.)

Tore: 1:0 Robert Magos (4.), 2:0 Maximilian Petzel (44.), 2:1 Roth Foulelfmeter (56.), 2:2 Bochno (57.), 3:2 Said Tarhan (90+1)

Aufstellung: Jochen Klotz, Maximillian Petzel, Björn Ludwig, Tobias Baumann, Egzon Kabashi, Adrian Bodenmüller, Artan Gela (46. Said Tarhan), Robert Magos, Nico Schüle (66. Liron Zeqaj), Nils Bühler (72. Demian Nagler), Matthias Gorgol 

Trainer: Simon Stiller, Schiedsrichter: Fabian Rukavina

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